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Stornierungs- und Rückerstattungsrichtlinie der BOUNCEBUDS Fulfillment GROUP GmbH

Letzte Aktualisierung: Mai 2026

1. Einleitung

Diese Stornierungs- und Rückerstattungsrichtlinie beschreibt die Bedingungen, unter denen Dienstleistungen der BOUNCEBUDS Fulfillment GROUP GmbH, Hohenheimer Str. 32, 73734 Esslingen am Neckar, Deutschland, storniert, angepasst oder erstattet werden können. Sie gilt für unsere internationalen Leistungen in den Bereichen Fulfillment, Logistik, Lagerhaltung, E-Commerce-Operationen, Amazon FBA Vorbereitung, Pick & Pack, Etikettierung, Verpackung, Qualitätskontrolle, Versandvorbereitung sowie Kundenportal-Services.

Unsere Leistungen sind operativ geprägt und werden oft individuell, zeitkritisch und ressourcenbasiert erbracht. Deshalb können Stornierungen und Rückerstattungen je nach Leistungsstand, Kapazitätsbindung, Materialeinsatz, Drittanbieterbeteiligung und bereits durchgeführten Arbeitsschritten eingeschränkt sein. Diese Richtlinie soll transparent darlegen, wann eine Stornierung möglich ist, welche Leistungen grundsätzlich nicht erstattungsfähig sind und welche Kosten im Fall einer Änderung oder Beendigung anfallen können.

Durch die Nutzung des Kundenportals oder die Einreichung operativer Anfragen akzeptiert der Kunde zusätzlich die Datenschutzerklärung, Cookie-Richtlinie sowie die Nutzungsbedingungen der BOUNCEBUDS Fulfillment GROUP GmbH.

2. Geltungsbereich

Diese Richtlinie gilt für alle Verträge, Angebote, Bestellungen, Aufträge, Servicevereinbarungen und Portal-Transaktionen zwischen der BOUNCEBUDS Fulfillment GROUP GmbH und ihren gewerblichen Kunden, soweit nicht im Einzelfall schriftlich etwas anderes vereinbart wurde.

Sie erfasst insbesondere:

  • einmalige operative Dienstleistungen,
  • laufende monatliche Services,
  • lagerbezogene und bestandsbezogene Leistungen,
  • digitale Portal- und Workflow-Dienstleistungen,
  • Setup-, Onboarding- und Reservierungsprozesse,
  • kundenbezogene Bearbeitungs-, Verpackungs- und Versandleistungen,
  • Leistungen, die durch verbundene operative Einheiten innerhalb der APEXX GLOBAL Gruppenstruktur erbracht werden, soweit dies für die operative Durchführung erforderlich ist.

Diese Richtlinie gilt ergänzend zu individuellen Verträgen, Service-Level-Vereinbarungen, Angebotsbedingungen, Lager- und Logistikvereinbarungen sowie sonstigen vertraglichen Regelungen. Im Fall eines Widerspruchs gehen ausdrücklich vereinbarte Individualabreden vor.

3. Regeln zur Stornierung von Dienstleistungen

Eine Stornierung ist grundsätzlich nur möglich, solange die operative Bearbeitung noch nicht begonnen hat und keine Ressourcen, Kapazitäten oder Drittleistungen verbindlich eingesetzt wurden. Nach Beginn operativer Prozesse können Stornierungsmöglichkeiten eingeschränkt sein und entsprechende operative Kosten anfallen.

Mit Beginn der operativen Bearbeitung können insbesondere folgende Kosten entstehen und dem Kunden belastet werden:

  • Arbeitszeit für Vorbereitung und Ausführung,
  • Lager- oder Stellplatzreservierungen,
  • interne Ressourcenplanung,
  • Materialeinsatz,
  • Systemeinrichtungen,
  • Qualitätssicherungsmaßnahmen,
  • Transport- und Übergabekosten,
  • externe Dienstleisterkosten,
  • administrative Bearbeitungskosten.

Bereits begonnene, teilweise erbrachte oder vollständig abgeschlossene Leistungen sind grundsätzlich kostenpflichtig und in der Regel nicht erstattungsfähig. Dies gilt unabhängig davon, ob die Leistung physisch, digital, logistisch oder organisatorisch erbracht wurde.

Stornierungswünsche müssen in Textform oder über das Kundenportal übermittelt werden. Maßgeblich für die Bewertung ist der Zeitpunkt des Eingangs der Stornierungsanfrage bei uns.

4. Operative Serviceverpflichtungen

Unsere Leistungen werden auf Grundlage konkreter operativer Abläufe erbracht. Sobald wir mit der Planung oder Ausführung beginnen, binden wir Personal, Infrastruktur, Softwareprozesse, Lagerflächen und gegebenenfalls Drittleister ein.

Zu den typischen operativen Leistungsphasen gehören unter anderem:

  • Auftragsannahme und technische Prüfung,
  • System- und Workflow-Einrichtung,
  • Lager- und Kapazitätszuweisung,
  • Annahme und Kontrolle von Waren,
  • Pick & Pack,
  • Etikettierung und Neuetikettierung,
  • Verpackung und Umverpackung,
  • Qualitätskontrolle,
  • Versandvorbereitung,
  • Bestandsbearbeitung,
  • Übergabe an Transportdienstleister,
  • Portalbasierte Status- und Prozessverwaltung.

Sobald eine dieser Phasen begonnen hat, sind Stornierungsmöglichkeiten in der Regel eingeschränkt, soweit nicht ausnahmsweise ein nachweisbarer, von uns zu vertretender Fehler vorliegt.

5. Nicht erstattungsfähige Leistungen

Folgende Leistungen sind nach Beginn oder Abschluss grundsätzlich nicht erstattungsfähig:

  • Lagerhaltung,
  • Fulfillment,
  • Amazon FBA Vorbereitung,
  • Etikettierung,
  • Neuetikettierung,
  • Verpackung,
  • Pick & Pack,
  • Qualitätskontrolle,
  • Versandvorbereitung,
  • Bestandsbearbeitung,
  • operative Prüfungen,
  • interne Koordination,
  • technische Einrichtung,
  • Workflow-Konfiguration,
  • bereits angefallene Bearbeitungs- oder Servicegebühren.

Dies gilt auch dann, wenn der Kunde den Auftrag nachträglich ändert, einzelne Schritte nicht mehr benötigt oder die zugrunde liegende wirtschaftliche Entscheidung ändert. Maßgeblich ist, dass unsere Leistung bereits ganz oder teilweise veranlasst, vorbereitet oder ausgeführt wurde.

6. Reservierungs-, Setup- und Vorauszahlungen

Reservierungsgebühren, Setup-Gebühren, Onboarding-Gebühren und operative Vorauszahlungen sind grundsätzlich nicht erstattungsfähig. Diese Beträge dienen insbesondere der:

  • Lagerkapazitätsplanung,
  • operativen Vorbereitung,
  • Personalplanung,
  • Infrastrukturzuweisung,
  • Kontoeinrichtung,
  • Workflow-Vorbereitung,
  • technischen Systemeinrichtung,
  • Reservierung von Ressourcen für den Kunden.

Unabhängig davon, ob der Kunde die Dienstleistung später vollständig nutzt, bleiben solche Zahlungen bestehen, sofern sie bereits zur Vorbereitung, Sicherung oder Initialisierung der Leistung verwendet wurden. Dies gilt insbesondere für international strukturierte Fulfillment- und Lagerprozesse, bei denen Ressourcen häufig vorab blockiert oder organisiert werden müssen.

7. Portal-Angebote und Angebotsgültigkeit

Angebote, die über unsere Website, unser Kundenportal oder andere digitale Vertriebswege bereitgestellt werden, gelten nur für den angegebenen Zeitraum. Ist ein Zeitraum ausdrücklich genannt, ist dieser maßgeblich.

Wird kein Zeitraum angegeben, können Angebote je nach folgenden Faktoren angepasst werden:

  • operative Bedingungen,
  • Transportkosten,
  • Lagerverfügbarkeit,
  • Marktbedingungen,
  • Personalkapazitäten,
  • saisonale Auslastung,
  • operative Anforderungen,
  • technische oder systembezogene Rahmenbedingungen.

Ein Angebot stellt nur dann eine verbindliche Preiszusage dar, wenn dies ausdrücklich und schriftlich bestätigt wurde. Andernfalls können sich Preise und Leistungsparameter bis zur verbindlichen Annahme oder bis zum Leistungsbeginn ändern.

8. Monatliche Dienstleistungen und Kündigungsfristen

Für laufende oder monatlich wiederkehrende Dienstleistungen kann eine schriftliche Kündigungsfrist von mindestens 30 Tagen gelten, sofern im Vertrag oder Angebot nichts anderes geregelt ist.

Während der Kündigungsfrist können Gebühren weiterhin anfallen, solange die Leistung fortgeführt, Kapazität vorgehalten oder operative Prozesse weiter betreut werden. Dies umfasst insbesondere:

  • Lager- und Systemhaltung,
  • fortlaufende Prozesssteuerung,
  • Portal- und Kontobetreuung,
  • operative Bereitschaft,
  • Bestands- und Versandkoordination,
  • laufende Qualitätssicherung,
  • technische Plattformnutzung.

Bereits begonnene Abrechnungsperioden werden grundsätzlich nicht anteilig erstattet, es sei denn, dies wurde ausdrücklich vereinbart oder zwingendes Recht verlangt etwas anderes.

9. Freigabe von Lagerbeständen und offene Rechnungen

Wir sind berechtigt, Lagerfreigaben, Rücksendungen, Bestandsverschiebungen, Auslagerungen oder andere operative Lagerausgangsprozesse auszusetzen, bis alle offenen Rechnungen, Nebenkosten und operativen Kosten vollständig beglichen wurden.

Dies gilt insbesondere für:

  • offene Servicegebühren,
  • Lagerkosten,
  • Pick- und Pack-Kosten,
  • Verpackungs- und Etikettierungskosten,
  • Rücksende- und Handlingkosten,
  • Kosten für Sonderbearbeitungen,
  • interne Verwaltungs- und Nachbearbeitungskosten.

Sofern offene Forderungen bestehen, können wir die weitere Bearbeitung der betroffenen Waren oder Prozesse bis zum vollständigen Ausgleich zurückstellen. Dies dient der Sicherung eines geordneten und operativ effizienten Ablaufs.

10. Rückversand- und Lagerausgangskosten

Kosten für Rückversand, Palettierung, Neuverpackung, Transport, Entsorgung, Lagerausgangs-Handling und vergleichbare operative Maßnahmen trägt grundsätzlich der Kunde, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes schriftlich vereinbart wurde.

Dies gilt auch dann, wenn der Rückversand durch Kundenwunsch, Auftragsänderung, Bestandskorrektur, Nichtabnahme, Rückholung oder Beendigung einer Geschäftsbeziehung veranlasst wird. Solche Leistungen sind mit tatsächlichem operativem Aufwand verbunden und grundsätzlich nicht erstattungsfähig.

Falls Waren umgelagert, neu verpackt, neu etikettiert, konsolidiert oder für den Ausgang vorbereitet werden müssen, können zusätzliche operative Kosten entstehen. Diese sind vom Kunden zu tragen, wenn sie nicht auf einem von uns zu vertretenden Fehler beruhen.

11. Kosten von Transportdienstleistern, Zollbehörden, Marktplätzen und Drittanbietern

Kosten, Gebühren oder Belastungen von Transportdienstleistern, Zollbehörden, Marktplätzen, Amazon, Drittlogistikunternehmen, Plattformbetreibern oder sonstigen Behörden sind nach Entstehung grundsätzlich nicht erstattungsfähig.

Dies gilt insbesondere für:

  • Transport- und Zustellgebühren,
  • Zollabgaben und Einfuhrkosten,
  • Lager- oder Rücksendegebühren von Marktplätzen,
  • Gebühren für Fehl- oder Sonderbearbeitungen durch Plattformen,
  • Kosten von Drittanbietern außerhalb unseres unmittelbaren Kontrollbereichs,
  • Verwaltungsgebühren staatlicher oder behördlicher Stellen.

Solche Kosten entstehen häufig auf Grundlage externer Prozesse oder regulatorischer Vorgaben und können von uns weder verhindert noch rückgängig gemacht werden, sobald sie ausgelöst wurden. Soweit wir solche Beträge verauslagen, können wir sie dem Kunden weiterbelasten.

12. Pflichten des Kunden

Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass alle Informationen, Anweisungen und Unterlagen vollständig, korrekt und rechtzeitig bereitgestellt werden. Der Kunde trägt insbesondere die Verantwortung für:

  • fehlerhafte Informationen,
  • unvollständige Anweisungen,
  • falsche Etiketten,
  • Zoll- oder Dokumentationsfehler,
  • operative Unvereinbarkeiten,
  • verspätete Freigaben,
  • verspätete Rückmeldungen,
  • unklare Produkt- oder Versandvorgaben,
  • fehlende oder fehlerhafte Daten im Kundenportal.

Wenn ein Fehler, eine Verzögerung oder ein zusätzlicher Aufwand auf unvollständige oder fehlerhafte Angaben des Kunden zurückzuführen ist, bleiben die daraus entstehenden Kosten grundsätzlich beim Kunden. Dies gilt auch dann, wenn dadurch Nachbearbeitungen, zusätzliche Prüfungen oder erneute operative Schritte erforderlich werden.

13. Operative Fehler und Nachbesserungen

Falls ein nachweisbarer operativer Fehler auf unserer Seite vorliegt, können wir zunächst eine Nachbearbeitung, Korrektur, erneute Bearbeitung oder operative Nachbesserung durchführen, bevor eine Rückerstattung geprüft wird.

Zu den möglichen Maßnahmen gehören insbesondere:

  • erneute Bearbeitung eines Auftrags,
  • Korrektur von Etikettierung oder Verpackung,
  • Nachprüfung von Beständen,
  • operative Rekonfiguration,
  • ergänzende Dokumentation,
  • technische oder systembezogene Korrekturen.

Eine Rückerstattung wird in der Regel erst dann geprüft, wenn eine sachgerechte Nachbesserung nicht möglich ist oder wenn die Leistung trotz Korrektur nicht vertragsgemäß erbracht werden kann. Eine Rückerstattung erfolgt nicht automatisch, sondern nur nach Prüfung des konkreten Einzelfalls.

14. Lieferverzögerungen und externe Faktoren

Lieferzeiten, Durchlaufzeiten und operative Zeitangaben sind stets Schätzwerte und keine Garantie. Dies gilt insbesondere in internationalen Fulfillment- und Logistikprozessen, die von vielen externen Faktoren abhängen.

Verzögerungen durch folgende Umstände begründen grundsätzlich keinen direkten Anspruch auf Rückerstattung:

  • Zollabfertigung,
  • Transportdienstleister,
  • Amazon-Systeme,
  • Wetter,
  • Häfen,
  • Behörden,
  • externe Infrastruktur,
  • operative Überlastungen,
  • technische Störungen bei Drittplattformen,
  • Einschränkungen in verbundenen operativen Einheiten innerhalb der APEXX GLOBAL Gruppenstruktur.

Soweit Verzögerungen nicht in unserem unmittelbaren und beherrschbaren Verantwortungsbereich liegen, stellen sie keinen Mangel unserer Leistung dar. Wir bemühen uns jedoch, Auswirkungen frühzeitig zu kommunizieren und operativ angemessen zu reagieren.

15. Höhere Gewalt

Ereignisse höherer Gewalt oder vergleichbare außergewöhnliche Umstände können die Durchführung, Stornierung oder Rückerstattung von Leistungen beeinflussen. Hierzu zählen insbesondere Naturereignisse, Pandemien, behördliche Maßnahmen, Streiks, Krieg, Unruhen, Cybervorfälle, Ausfälle kritischer Infrastruktur, Transportblockaden, Grenzschließungen und sonstige unvorhersehbare oder unabwendbare Ereignisse.

In solchen Fällen sind wir berechtigt, Termine anzupassen, Leistungen vorübergehend auszusetzen oder operative Prozesse nach angemessener Maßgabe neu zu organisieren. Ein Anspruch auf Rückerstattung besteht dadurch nicht automatisch. Wir werden stets versuchen, wirtschaftlich und operativ vernünftige Lösungen zu finden.

16. Beschränkung von Rückerstattungen

Rückerstattungen werden nur in dem Umfang gewährt, wie dies ausdrücklich vereinbart ist, zwingendes Recht verlangt oder ein nachweisbarer, von uns zu vertretender Fehler dies erforderlich macht.

Grundsätzlich gilt:

  • vollständig oder teilweise erbrachte Leistungen sind nicht rückerstattungsfähig,
  • operative Vorbereitungen und reservierte Kapazitäten sind nicht rückerstattungsfähig,
  • behördliche, transportbezogene oder marktplatzbezogene Kosten sind nicht rückerstattungsfähig,
  • nicht genutzte Leistungen führen nicht automatisch zu einer Rückzahlung,
  • Gebühren für bereits begonnene Workflows, Lagerprozesse oder technische Setups bleiben bestehen.

Eine etwaige Rückerstattung erfolgt ausschließlich nach sorgfältiger Prüfung des konkreten Falls. Dabei berücksichtigen wir insbesondere den Leistungsstand, den verursachten Aufwand, externe Kosten, Vertragsgrundlagen und die Verantwortungsbereiche der Parteien.

17. Änderungen dieser Richtlinie

Wir können diese Richtlinie anpassen, wenn sich unsere operativen Abläufe, unsere Serviceangebote, rechtliche Anforderungen oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen ändern. Die jeweils aktuelle Fassung ist auf unserer Website oder im Kundenportal abrufbar.

Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt der Buchung, Beauftragung oder Leistungsnutzung geltende Fassung, sofern nicht zwingendes Recht oder eine ausdrücklich vereinbarte abweichende Regelung etwas anderes bestimmt.

18. Kontaktinformationen

Für Fragen zu Stornierungen, Rückerstattungen oder operativen Abrechnungen erreichen Sie uns unter:

BOUNCEBUDS Fulfillment GROUP GmbH
Hohenheimer Str. 32
73734 Esslingen am Neckar
Deutschland
E-Mail: info@bouncebudsgroup.com

19. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

Gerichtsstand ist Stuttgart, soweit gesetzlich zulässig.

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